Flexgleise
Irgendwann passt kein Katalogstück mehr: der Übergang zwischen zwei Gleisenden, die nicht zueinander stehen, oder das Passstück, das genau 137 mm lang sein muss. Dafür gibt es das Flexgleis, das einzige Gleis, dessen Form Sie selbst bestimmen.
Es kommt wie jedes Gleis aus der Schnellauswahlleiste; der Knopf Flexgleis springt dorthin. Nicht jedes Modul enthält eines. Frisch gesetzt hat es die Form aus dem Modul. Was daraus wird, entscheidet das Kontextmenü Flex:
| Eintrag | Ergebnis |
|---|---|
| In Bézier umwandeln | frei formbar, mit Griffen |
| Durch Bogen ersetzen… | ein Bogen mit Radius und Winkel |
| Durch Gerade ersetzen… | eine Gerade mit Länge |
Jede Form lässt sich wieder in jede andere umwandeln.
Frei biegen
Das umgewandelte Gleis zeigt an jedem Ende drei Griffe:
| Griff | |
|---|---|
| Quadrat | der Endpunkt |
| Kreis daneben | wie weit die Kurve der Richtung des Endes folgt, bevor sie abbiegt |
| Kreis in Verlängerung | dreht die Richtung, in der das Gleis aus dem Ende läuft |
Ziehen Sie einen Endpunkt an ein freies Gleisende, fängt er darauf und übernimmt dessen Richtung. Sie müssen den Winkel für einen knickfreien Übergang also nicht treffen, das Fangen setzt ihn.
Gerade verlängern
Ein gerades Flexgleis — frisch platziert oder über Durch Gerade ersetzen… entstanden — zeigt an jedem Ende einen Doppelpfeil. Ziehen Sie ihn entlang des Gleises, um es zu verlängern oder zu kürzen; das andere Ende bleibt, wo es ist. Das Ende verlässt die Linie des Gleises nie, wohin der Mauszeiger auch wandert: So bleibt die Gerade gerade, während sie an einem Gleisende in ihrer Flucht einrastet.
Mit Zahlen
Die freie Form hat keinen Radius, den man aufschreiben könnte. Brauchen Sie eine Zahl, geben Sie die Form über Durch Bogen ersetzen… oder Durch Gerade ersetzen… ein. Der Dialog kommt mit den aktuellen Werten; Sie korrigieren also, statt neu zu tippen.
Ein neuer Bogen ist fast nie so lang wie das, was er ersetzt. Stehen bleibt das Ende, das an einem anderen Gleis hängt, sonst das erste. Bauen Sie ein Passstück deshalb von der Seite her an, die schon liegt.
Kleinster Kurvenradius
Ist ein Flexgleis enger gebogen als erlaubt, liegt ein roter Balken über der Stelle, im Plan und in 3D, nicht im Druck.
Der erlaubte Radius steht in den Planeigenschaften: voreingestellt 762 mm für H0, das Mass für lange Reisezugwagen. Kurze Wagen fahren auch 360 mm; 0 schaltet die Warnung ab. Flex → Kleinster Kurvenradius… überschreibt den Wert für ein einzelnes Gleis, etwa für das Industriegleis.
Der Kreissegment-Knopf zeichnet kein Gleis
Neues Kreissegment ist ein Zeichenwerkzeug. Sein Bogen ist eine Linie im Plan, nichts, worauf ein Zug fahren könnte.
Eine Lücke schliessen
Wählen Sie die beiden Gleise, deren freie Enden einander gegenüberliegen, und klicken Sie mit der rechten Maustaste. Zwei Einträge schliessen die Lücke dazwischen.
- Auto-Flex verlegt Flexgleis: eine Gerade und einen Bogen, bei versetzten Enden ein S aus zwei Bögen, oder ein U, wo beide Enden in dieselbe Richtung zeigen. Der Eintrag erscheint nur, wenn es einen solchen Verlauf gibt. Es hält den kleinsten Kurvenradius des Plans ein, wenn das möglich ist; bleibt so kein Weg zeigt der rote Balken die zu enge Stelle. Das Flexgleis kommt aus den aktiven Modulen oder aus einem geladenen Modul, das eines hat.
- Auto-Schliessen mit Gleisstücken… schliesst nur mit den Geraden und Bögen der aktiven Module. Ein Dialog zeigt die gefundenen Kombinationen, die mit den wenigsten Stücken zuerst, jede mit dem Versatz, um den ihre letzte Verbindung das andere Gleis verfehlt; bis 3 mm gilt die Lücke als geschlossen. Der Plan zeigt die gewählte; ◀ ▶ oder die Pfeiltasten blättern durch sie. Gibt es keine Kombination in dieser Toleranz, sagt der Eintrag das: versuchen Sie Auto-Flex, oder verschieben Sie ein Ende.
Beide verlegen nur flach. Liegen die beiden Enden unterschiedlich hoch, geben Sie dem neuen Gleis die Steigung anschliessend mit Dämmen und Rampen.
Siehe auch
- Damm und Rampe: dem Flexgleis eine Steigung geben
- Masse und Vermessen