Raily 5 Handbuch
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Einstieg 3: Annotationen

Mit Annotationen markieren Sie Streckenabschnitte. Ein einzelner "Marker" sieht aus wie ein Pfeil und bedeutet "die Annotation beginnt hier an der Pfeilspitze und geht von dort weiter". Raily rechnet aus, wie weit die Markierung reicht. Genau diese Berechnung ist der Sinn der Sache: Sie sagen, wo etwas anfängt, nicht, welche zwölf Gleisstücke dazugehören. Aus derselben Markierung wird in Schritt 4 ein Tunnel und in Schritt 5 ein Einschnitt.

Laden Sie Datei → Beispielpläne…, Ordner Tutorial, Plan tutorial3. Er enthält drei Übungen: oben drei Geraden, in der Mitte eine Gerade mit Weiche, unten einen Kreis.

Übung 1: Die Geraden

Die erste Annotation

Setzen Sie mit Markierungs-Annotation hinzufügen einen Marker auf eine der oberen Geraden.

Der Marker muss auf dem Gleis liegen

Eine Annotation, die neben dem Gleis liegt, ist nicht verankert und wird beim Aktualisieren übergangen. Raily meldet in dem Fall «Die Annotation ist nicht an einem Gleis verankert — zuerst auf ein Gleis ziehen.» Ziehen Sie sie in diesem Fall noch einmal aufs Gleis.

Jetzt rechte Maustaste auf den Marker und Annotation aktualisieren wählen.

Auf einem Tablet

Ohne rechte Maustaste drücken Sie lange auf den Marker. Dasselbe gilt überall dort, wo das Handbuch die rechte Maustaste nennt, siehe Schreibweisen.

Das Ergebnis: Die Markierung läuft vom Pfeil bis ans Ende der Strecke. Sie haben einen Anfang gesetzt, aber kein Ende, also nimmt Raily alles, was in Pfeilrichtung noch kommt.

Ein Gegenstück setzen

Setzen Sie eine zweite Annotation auf dieselbe Gerade, weiter rechts, und lassen Sie sie gegen die erste zeigen.

Die Pfeilrichtung kommt von der Gleisseite

Auf welcher Seite des Gleises Sie mit Maus, Finger oder Stift zeigen, bestimmt, wohin der Pfeil des Markers zeigt. Ziehen Sie ihn auf die andere Seite, dreht sich der Pfeil um. Im Kontextmenü tut Richtung umkehren dasselbe.

Aktualisieren Sie die Markierung. Die Markierung liegt nun genau zwischen den beiden Pfeilen, der zweite Marker begrenzt, was der erste geöffnet hat.

Übung 2: die Weiche

Gehen Sie zur mittleren Gruppe: eine Gerade, eine Weiche, dahinter zwei Geraden.

Setzen Sie eine Annotation auf die Gerade links, mit dem Pfeil nach rechts, auf die Weiche zu, und aktualisieren Sie.

Ergebnis: Alle Elemente sind markiert, auch die Äste hinter der Weiche. Die Region folgt jedem Weg, der von ihrem Anfang aus erreichbar ist, und eine Weiche hat nun einmal mehrere Fortsetzungen.

Setzen Sie nun auf jeden Ast ein Gegenstück, das zurückzeigt, und aktualisieren Sie erneut. Die Markierung ist jetzt sauber begrenzt.

Übung 3: der Kreis

Setzen Sie eine einzelne Annotation auf den Kreis unten und aktualisieren Sie.

Es passiert nichts, stattdessen erscheint kurz eine rote Meldung: «Annotation ist inkonsistent: die Region führt zurück in einen Eingang. Sie wird nicht angewendet.»

Das ist kein Fehler, sondern die Natur des Kreises: Die Region läuft im Kreis herum und trifft sich selbst von hinten. Raily kann nicht wissen, wo sie aufhören soll, und wendet sie deshalb gar nicht erst an.

Auf einem geschlossenen Ring brauchen Sie immer zwei Annotationen, eine für den Anfang, eine für das Ende. Setzen Sie ein Gegenstück und aktualisieren Sie: Jetzt sitzt die Markierung auf dem Abschnitt dazwischen.

Zum Vergleich

Der Plan tutorial3b im selben Ordner enthält die gesetzten Marker aller drei Übungen. Nach einem Annotation aktualisieren sieht er so aus:

Die drei Übungen nach dem Aktualisieren. Die drei Übungen nach dem Aktualisieren: oben das Paar, in der Mitte die begrenzte Weiche, unten der Ring, ohne Markierung.

Oben liegt die Markierung zwischen den beiden Pfeilen. In der Mitte ist die Weiche mitsamt Ästen markiert und an allen drei Ausgängen begrenzt, dafür braucht es dort vier Marker: einen als Anfang und drei als Gegenstücke. Unten am Ring steht bewusst nur ein Marker, und genau deshalb bleibt der Ring grau: der inkonsistente Fall aus Übung 3.

Weiter

Siehe auch