Raily 5 Handbuch
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Technische Grenzen

Höhen, Steigungen und Überhöhungen verändern die Gleisgeometrie selbst. Diese Seite nennt die Regeln, die daraus folgen, damit ein überraschendes Ergebnis als Folge erkennbar wird und nicht als Fehler.

Was der Plan speichert

Ein Gleis liegt im Grundriss immer eben. Höhe, Steigung und Überhöhung stehen als Zahlen an seinen Enden, und dazwischen wird das Gleis gebogen. Daraus folgt:

Rampen

Überhöhung

Gerechnet wird tan(Überhöhung) = v² / (r · g), Stelle für Stelle, dann begrenzt auf die maximale Überhöhung (Vorgabe 160 mm des Vorbilds, umgerechnet) und auf die Überhöhungsrampe 1:N. Deshalb beginnt die Verwindung schon vor dem Bogen.

Ist ein Bogen für seine Rampe zu kurz, bekommt er weniger Überhöhung, keine steilere Rampe. Die Anzeige sagt es.

Wendel, Tunnel und Damm

Ein Gleis ist eine Linie und darf sich beliebig nahe kommen. Ein Tunnel, ein Damm oder ein Einschnitt zieht einen Querschnitt der Strecke entlang. Liegen die Windungen einer Wendel näher beieinander, als das Profil hoch ist, gibt es diesen Körper nicht, und Raily verweigert ihn. Schuld ist dann die Steigung pro Windung.

Ist ein Profil breiter als der Halbmesser des Bogens, fällt sein innerer Teil zusammen. Das Bauteil wird dort flach, bleibt aber verwendbar.

Wie breit ein Tunnel vorgeschlagen wird

Nicht die Breite des Wagens entscheidet, ob er durchkommt. Im Bogen schwenkt ein langer Wagen mit der Mitte nach innen und mit den Enden nach aussen aus, und auf Modellradien ist das viel: Ein 26,4-m-Wagen überstreicht auf R1 (360 mm in H0) fast das Doppelte seiner Breite.

Tunnel erstellen… schlägt die Innenbreite deshalb aus dem vor, was Vergleichsfahrzeuge auf dem Halbmesser dieses Gleises überstreichen. Als Anhaltspunkt für eine 4500 mm weite Röhre (Vorbildmass, H0):

Fahrzeug ab Halbmesser
Reisezugwagen, 26,4 m 725 mm
Lokomotive, 15,4 m 235 mm
Zweiachsiger Güterwagen, 14 m 190 mm
Kurzwagen, 8 m 100 mm

Die Zahl ist eine untere Schranke

Gerechnet wird ein starrer Quader auf einer festen Linie. Schwanken, Federung, Puffer, Tritte und die Lücken zwischen gekuppelten Wagen kennt die Rechnung nicht, und zwei Gleise nebeneinander brauchen den Zuschlag zweimal. Wer eng baut, stellt den längsten Wagen von Hand durch den Bogen, bevor er den Berg darüber schüttet.

Ziehen in der 3D-Ansicht

Ein gezogenes Element landet dort, wo der Strahl durch den Zeiger die Arbeitsebene trifft. Nahe am Horizont gibt es dafür keinen brauchbaren Ort mehr: Das Element bleibt stehen, bis der Zeiger wieder auf eine sinnvolle Stelle zeigt. Drehen Sie die Ansicht steiler, statt gegen die Grenze zu ziehen.

Sehr dünne Linien

Eine Linie mit Breite wird als Fläche aufgebaut, und das kostet umso mehr, je dünner sie ist. Importierte Zeichnungen bringen oft 0,26 mm mit. Brauchen Sie die Breite nicht, stellen Sie sie auf 0: Die Haarlinie ist immer ein Bildschirmpixel breit.

Katalogangaben

Hersteller, Verkaufszeitraum, Schienenmaterial und die Aufbauhöhe stammen aus Katalogen, technischen Unterlagen und Messungen an echtem Gleis. Ältere Produkte sind lückenhaft dokumentiert, und Schwellenhöhen veröffentlicht kaum ein Hersteller; wo sie fehlen, sind sie geschätzt. Darum: nach bestem Wissen, ohne Gewähr. Die Geometrie der Gleise stimmt, die Aufbauhöhe kann im Einzelfall danebenliegen.

Wer nachmisst, weiss es genauer. Wir freuen uns über Korrekturen mit Modul, Artikelnummer und gemessenem Wert an support@enigon.com.

Siehe auch