Viadukt
Die Viadukt-Annotation baut, was ein Gleis trägt, wo der Boden weit unter ihm liegt: eine Fahrbahn und darunter Pfeiler, gemauert mit Bögen oder als Fahrbahn auf Pfeilern. Sie folgt dem Gleis durch Kurven und Steigungen. Gesetzt und aktualisiert wird sie wie jede Gleis-Annotation, mit zwei Markern an den Enden der Strecke, siehe Einstieg 3.
Bauart
- Mauerwerk mit Bögen (Vorgabe): Pfeiler, Bögen und die Stirnmauern darüber, mit der Fahrbahn ein einziger Körper. Vorbild sind die gemauerten Viadukte der Rhätischen Bahn; die Vorgaben entsprechen dem Landwasserviadukt.
- Fahrbahn auf Pfeilern: eine Fahrbahn auf einzelnen Pfeilern, für eine Stahl- oder Betonbrücke oder eine Rampe auf Stützen.
Felder und Pfeiler
Stützweite ist die lichte Weite, die Sie sich wünschen. Die Strecke wird in gleich weite Felder geteilt, die ihr möglichst nahe kommen: Ein Viadukt endet dort, wo seine Annotation endet, nicht nach einer ganzen Zahl von Feldern.
Mit Widerlager (Vorgabe) steht an beiden Enden ein ganzer Pfeiler. Ohne endet der Viadukt auf einem halben Pfeiler, für einen Viadukt, der in einen Damm übergeht.
Pfeilerversatz schiebt die Pfeiler entlang des Gleises, bis ein Feld über dem liegt, was darunter durchführt, eine Strasse, ein Bach, ein anderes Gleis. Im Gleisplan sind die Pfeiler gestrichelt eingezeichnet.
| Feld | |
|---|---|
| Pfeilerstärke, Pfeilerbreite | längs und quer zum Gleis; Breite 0 heisst so breit wie die Fahrbahn |
| Pfeileranzug | wie stark ein Pfeiler nach unten breiter wird |
| Pfeilervorsprung | wie weit ein Pfeiler vor dem Mauerwerk steht. Der Absatz am Bogenansatz ist der Kämpfer |
| Sockelhöhe, Sockelvorsprung | ein Sockel unter jedem Pfeiler, der höher ist als er; 0 = keiner |
Höhe
Die Pfeiler stehen auf einer waagrechten Ebene, der Höhe der Ebene, etwa der Grundplatte. Liegt die Ebene unter einem Gelände, verschwinden die Pfeilerfüsse im Boden, wie immer das Gelände dort liegt.
Die Fahrbahn liegt mit ihrer Oberkante unter dem Gleis: Raily zieht die Aufbauhöhe des Gleises selbst ab. Höhenlage verschiebt sie zusätzlich.
Bögen
Bogenform ist Rund-, Segment- oder Spitzbogen, Stichverhältnis die Höhe der beiden letzten. Gewölbestärke ist das Mauerwerk zwischen Bogenscheitel und Fahrbahn.
Jeder Bogen ist waagrecht gemauert. In der Steigung stehen die Bögen deshalb treppenartig von Pfeiler zu Pfeiler, wie beim Vorbild, und jeder bleibt überall unter der Fahrbahn. Wo die Fahrbahn tiefer kommt, wird ein Bogen flacher und zuletzt zur Mauer.
Vorsprung des Bogenrings lässt die Wölbsteine an der Stirn vor der Mauer stehen, in eigenem Material. Er steht nie weiter vor als der Pfeiler, auf dem der Bogen aufsitzt; 0 = bündig.
Fahrbahn
| Feld | |
|---|---|
| Fahrbahnbreite, Fahrbahndicke | |
| Brüstungshöhe, Geländerstärke | die Brüstung zu beiden Seiten; Höhe 0 = keine |
| Gesimshöhe, Gesimsvorsprung | das Band oben an der Stirn, auf dem die Brüstung steht; 0 = keines |
| Seitenversatz | die Fahrbahn neben das Gleis setzen, positiv nach rechts in Fahrtrichtung |
Eine Fahrbahn unter zwei Gleisen
Setzen Sie die Marker auf eines der beiden Gleise, versetzen Sie die Fahrbahn mit Seitenversatz um den halben Gleisabstand und machen Sie sie um den Gleisabstand breiter.
Materialien
Tragwerk für Bögen und Stirnmauern, Fahrbahn, Unterbau für die Pfeiler, Sockel und Bogenring lassen sich einzeln wählen. Ein Sockel aus grobem Stein unter Pfeilern aus Quadern ist beim Vorbild so häufig wie ein Viadukt aus einem Guss.