Fortgeschrittene Werkzeuge
Was es noch gibt und wofür, ohne Schritt-für-Schritt.
Modul-Editor
Werkzeuge → Modul-Editor… (Shift+M) bearbeitet Gleissysteme statt Pläne: ein eigenes anlegen, ein mitgeliefertes ändern.
Modul erstellen legt ein leeres Modul an, Modul auswählen lädt ein vorhandenes. Neues Gleis hinzufügen baut ein Element aus einer Grundform (Gerade, Bogen, Weiche, Kreuzung, Drehscheibe, Prellbock …) samt Segmenten und Verbindern; freier geht es mit einzelnen Segmenten und Verbindern aus der Werkzeugleiste des Editors. Element befahrbar machen macht aus der Geometrie Fahrwege, bei einer Weiche mit mehreren benannten Stellungen.
Polygon zeichnen fügt Dekoration hinzu, etwa einen Bahnsteig, eine Grube oder einen Prellbock: die Ecken anklicken und mit einem Doppelklick abschliessen. Ein neues Polygon ist geschlossen und gefüllt wie fast alle im Katalog. Die Knöpfe für Linien- und Füllfarbe in der Werkzeugleiste setzen die Farben der Auswahl und dessen, was Sie als Nächstes zeichnen; im Werkzeugfenster stellen Sie ein, ob ein Polygon geschlossen und gefüllt ist, ein Doppelklick darauf macht seine Ecken verschiebbar.
Neuer Pfad und Neues Rechteck zeichnen Dekoration, die ein Polygon nicht kann: Kurven, Löcher und Schraffuren, eingestellt im Werkzeugfenster. Raily 4 zeigt solche Dekoration nicht an.
Neues regelmässiges Vieleck… zeichnet einen Kreis oder Bogen als Dekoration: Der Dialog fragt nach Radius, Bogenwinkel und Anzahl Ecken, ein Klick setzt das Vieleck ab. Bei 360° sind die Ecken gleichmässig verteilt; ein kleinerer Bogenwinkel setzt an beide Enden eine Ecke. Der Dialog merkt sich die letzten Werte.
Horizontal spiegeln und Vertikal spiegeln spiegeln die Auswahl oder, wenn nichts ausgewählt ist, das ganze Element. Gespiegeltes Gegenstück erstellen… neben der Elementliste fügt unter einer neuen ID eine Kopie des aktuellen Elements hinzu, die an seiner Längsachse gespiegelt ist: Aus einer Linksweiche wird eine Rechtsweiche, samt Dekoration. Das Spiegeln eines Plans verwendet es dann. Spiegelbild in den Elementangaben legt das Spiegelbild von Hand fest: ein anderes Element des Moduls, oder das Element selbst, gedreht.
Am Modulnamen sitzen die Knöpfe für die Metadaten (Hersteller, Massstab, System, Katalogstatus …),
das Gleisprofil, den Modulvergleich mit dem gespeicherten Stand und den Download als
.arf.
Eine Änderung gilt für jeden Plan, der das Modul künftig verwendet
Ein Modul gehört zu seinem Namen, nicht zu einem Plan. Schon gespeicherte Pläne behalten ihre Fassung, und Raily fragt beim Öffnen, welche gelten soll (siehe unten). Element löschen entfernt das Gleisstück aus dem Modul; der Dialog sagt, was das für Pläne bedeutet.
Ein in den Editor geladenes Modul liegt erst nach Speichern in Ihrer Bibliothek. Bis dahin bearbeiten Sie eine Kopie: Verwerfen lässt das Modul, wie es war.
Ein Hinweis am Modul sagt, woher es kommt. Bei einem Modul aus Ihrer Bibliothek stehen daneben Frühere Versionen…, das eine der letzten zehn gespeicherten Fassungen zurückholt (die aktuelle wandert dafür in den Papierkorb), und der Weg hinaus: Raily-Version verwenden… bei einem Modul, das ein mitgeliefertes ersetzt, sonst Aus meiner Bibliothek entfernen….
Modulbibliothek und Modulabgleich
Bringt ein Plan ein Modul mit, das von Ihrer Bibliothek abweicht, erscheint Modul in diesem Plan.
- Fehlt es bei Ihnen: Nur für diesen Plan verwenden oder Zu meiner Bibliothek hinzufügen.
- Haben Sie eine eigene Fassung, zeigt der Dialog die Unterschiede und bietet Beide behalten, Meine Bibliotheksversion durch die Planversion ersetzen oder Meine Bibliotheksversion verwenden.
Ersetzen kann Elemente aus Ihrer Bibliothek entfernen
Der Dialog nennt sie und verlangt eine zweite Bestätigung. Beide behalten ändert nichts und ist die Vorgabe.
Ihre Antwort merkt sich Raily für genau diese beiden Fassungen: Der Plan fragt erst wieder, wenn sich eine davon geändert hat. Meine Bibliotheksversion verwenden erreicht die Plandatei mit dem nächsten Speichern.
Den Weg zurück zur mitgelieferten Fassung beschreibt Modulauswahl.
Objektablage
Einfügen → Objektablage… bietet fertige Objekte aus mitgelieferten Sammlungen: Bahnhöfe, Bäume, Brücken, Gebäude, Signale. Passt der Massstab nicht, rechnen Von Spurweite und Nach Spurweite den Faktor aus.
Skaliert wird die Geometrie, nicht die Detailtiefe
Ein H0-Haus hat nach der Umrechnung die Grösse eines N-Modells, nicht dessen Wandstärken.
Grundkörper und Körperoperationen (CSG)
Einfügen → Landschaft und Leben → 3D-Form hinzufügen… setzt Quader, Kugel, Zylinder, Kegel, Pyramide, Torus und weitere. Zum eigenen Bauteil werden sie, wenn Sie mehrere verrechnen: eine Wand mit Nische, ein Rohr mit Bohrung.
Wählen Sie zwei oder mehr Körper aus. Das Kontextmenü CSG und drei Tasten tun dasselbe:
| Befehl | Taste | Ergebnis |
|---|---|---|
| Subtrahieren | - | A ohne B |
| Vereinigen | + | A und B als ein Körper |
| Schnittmenge | / | was A und B gemeinsam haben |
B ist das zuletzt Angeklickte. Mit Alt bleibt B zusätzlich stehen. Gerechnet wird im Hintergrund, die Statuszeile zeigt es an.
Das Ergebnis merkt sich, woraus es besteht. Mesh → Mesh erzeugen im Kontextmenü macht daraus ein festes Dreiecksnetz, etwa für den 3D-Export. Dieselben Tasten verrechnen auch zwei gezeichnete Pfade.
Die Teile eines Körpers bearbeiten
Ein zweiter Klick auf einen zusammengesetzten Körper öffnet die Leiste Teile: ein Baum aller Teile, verschachtelte Körper eingeschlossen, mit einem Zeichen vor jedem Teil, das sagt, was es tut — ein Minus für eines, das ausgeschnitten wird, nichts für eines, das hinzukommt. Wählen Sie ein Teil im Baum, in den flachen Ansichten (Ortho-Ansichten) oder in der Szene, und der Editor steht auf diesem Teil: Verschieben und Drehen mit T und R, Ziehen, Löschen oder die Werte im Eigenschaftenbereich ändern. Was Sie währenddessen einfügen, wird ein Teil des Körpers. Die Pfeile der Leiste ändern die Reihenfolge der Teile, und die entscheidet, was wovon abgezogen wird; Herausnehmen (Shift+O) hebt ein Teil aus dem Körper heraus, in dem es steckt. Esc schliesst die Leiste.
Die Elementgruppen
Unten in der linken Werkzeugleiste und im Menü Einfügen stehen dieselben vier Gruppen: Bahnanlagen, Gebäude, Bauteile und Landschaft und Leben. Was darin steht, zeigt die Liste selbst. Zwei Regeln bestimmen, wo ein Element landet:
- Fast alles unter Bauteile hängt sich an eine Fläche, ebenso eine Lampe am Wandausleger.
- Mast und Signal binden sich an ein Gleis.
Beides erklärt Fangen. Eingestellt wird jedes Element auf dieselbe Art, siehe Ein Gebäude formen.