Raily 5 Handbuch
de

Einstieg 6: Wir verlassen die Ebene

Jetzt haben wir zwar Berge, aber unser Gleis ist flach. In diesem Schritt bringen wir es in die Höhe, und stolpern dabei zweimal über dieselbe Sache.

Laden Sie Datei → Beispielpläne…, Ordner Tutorial, Plan tutorial6a: ein Tisch und ein Gleis darauf.

Das Gleis flach gezeichnet. tutorial6a: ein graues Band auf dem Tisch. Sehen Sie am rechten Ende genau hin: dort schwebt es.

Moment mal... wieso ist das Gleis über dem Boden?

Weil die gespeicherte Höhe eines Gleises nicht die Unterkante ist.

Der Bezugspunkt eines Gleises, also der Punkt, dessen Höhe Raily führt, liegt an der Schienenoberkante. Alles, was ein Gleis darunter hat, hängt unter dieser Höhe: Schiene, Schwelle, Bettung. Beim Platzieren auf die Ebene 0 hat Raily deshalb die Aufbauhöhe dazugerechnet, im Beispielplan liegt die Oberkante auf 10,3 mm. Und weil ein Gleis in 2D als flaches Band gezeichnet wird, schwebt dieses Band über dem Tisch.

Das Gleis körperlich zeigen

Wählen Sie das Gleis aus, rufen Sie mit der rechten Maustaste Gleisdarstellung bearbeiten… auf und schalten Sie unter Darstellung die Option 3D ein.

Das Gleis mit Körper. tutorial6b: jetzt mit Bettung, Schwellen und Schienen, und der Körper steht sauber auf dem Tisch.

Aus dem Band ist ein Gleis geworden, und man sieht, was vorher unsichtbar war: Unter der Schienenoberkante steckt die Aufbauhöhe.

Für den ganzen Plan auf einmal geht das über die Gleisanzeige.

In die Höhe verschieben

Mit Verschieben oder der Taste t verschieben Sie die Auswahl in drei Dimensionen, also auch nach oben.

Das Gleis angehoben. tutorial6c: das Gleis liegt oben.

Wie kommt man von unten nach oben?

Das Gleis ist jetzt oben, aber es führt nichts hinauf. Es braucht eine Steigung.

Die Taste r beziehungsweise Drehen wäre der naheliegende Griff: Gleis anfassen, vorne hoch kippen, fertig.

Nicht mit dem Drehwerkzeug

Ein gekipptes Gleisstück ist starr und hält die Steigung im Bogen nicht durch. Für eine Steigung gibt es ein eigenes Werkzeug.

Wählen Sie stattdessen die Gleise der Rampe aus und rufen Sie mit der rechten Maustaste Rampe bearbeiten… auf. Der Rampen-Editor fragt nach dreierlei:

Feld Bedeutung
Starthöhe die Höhe am einen Ende der Kette
Endhöhe die Höhe am anderen Ende
Anwenden rechnet die Höhen auf die Gleise dazwischen

Der Editor kann mehr: Ausrundung, Überhöhung, maximale Steigung. Für den Anfang genügen die drei; alles Weitere steht unter Damm und Rampe.

Tragen Sie 0 als Starthöhe und die gewünschte Höhe als Endhöhe ein und drücken Sie Anwenden.

Hoppla, jetzt steckt das Gleis im Boden

Die Rampe von 0 aus. tutorial6d: unten ist das Gleis im Tisch versunken.

Derselbe Grund wie am Anfang: 0 ist die Höhe der Schienenoberkante, nicht die des Unterbaus. Wer bei 0 anfängt, versenkt Bettung und Schwellen im Tisch.

Der Startwert muss also die Aufbauhöhe des Gleises sein. Wo Sie die finden: Gleis auswählen, rechte Maustaste → Info…, Zeile Aufbauhöhe. Sie steht dort aufgeschlüsselt: Schiene + Schwelle + Bettung = Gesamthöhe. Für das Märklin-C-Gleis dieses Plans sind es 10,3 mm.

Katalogangaben ohne Gewähr

Die Aufbauhöhen stammen aus Katalogen und Messungen und können im Einzelfall danebenliegen. Hängt Ihr Bau von der Zahl ab, messen Sie am echten Gleis nach; woher die Zahlen kommen, steht unter Technische Grenzen.

Öffnen Sie den Rampen-Editor noch einmal, tragen Sie 10,3 mm als Starthöhe ein und drücken Sie wieder Anwenden.

Die Rampe von der Aufbauhöhe aus. tutorial6e: das Gleis läuft auf dem Tisch los und steigt von dort.

Und wenn der Platz nicht reicht: die Wendel

Eine Rampe braucht Länge. Wo die fehlt, dreht man sich nach oben.

Gehen Sie zurück zu tutorial6b, wählen Sie das Bogengleis am Ende der Strecke aus und rufen Sie Wendel erstellen… auf. Raily wiederholt diesen Bogen, und stapelt die Windungen.

Die Auswahl ist die ganze Anleitung: ein Bogen, an dem ein Ende noch frei ist. Aus dem freien Ende wächst die Wendel, und jede Windung ist eine Kopie dieses Bogens.

Kein Wendel erstellen… im Menü?

Bei mehreren Gleisen, einem geraden Gleis, einer Weiche oder einem Bogen, an dem beidseitig Gleis hängt, wird der Eintrag gar nicht erst angeboten.

Die fertige Wendel. tutorial6f: aus einem Bogengleis wird eine Wendel.

Sie geben Windungen und Steigung pro Windung ein.

Rechnen Sie das Brett mit

Die Steigung pro Windung ist der Abstand von Windung zu Windung, und dieser Abstand muss nicht nur den Zug aufnehmen, sondern auch das Brett, auf dem die Gleise der oberen Windung liegen, mitsamt seiner Auflage. Wer nur die Fahrzeughöhe einsetzt, baut eine Wendel, durch die im Modell nichts passt.

Mehr dazu unter Wendel erstellen.

Weiter

Siehe auch